Richtige Planung erspart Ärgernisse

Die Macht der Räume: Schlechte Planung kann negative Gefühle verursachen. Die Gestaltung der Lebensräume beeinflusst unser Verhalten und Empfinden.

Ein sorgfältig gestaltetes Heim löst spürbares Wohlbefinden aus.

Unser Heim schützt nicht nur vor Hitze, Kälte, Regen, Lärm und wehrt neugierige Blicke von Fremden ab, sondern ist zusätzlich auch Heimat und Bezugspunkt.

Betritt man einen Raum, reagiert der Körper unvermeidlich: Blutdruck, Puls, Gehirnströme und Atemfrequenz verändern sich. Im Extremfall kann eine unpassende Wohnumgebung sogar krank machen, weil sie unter Dauerstress setzt.

Variable Trennwände Der richtige Grundriss ist auch immer von den Lebensumständen abhängig, und die verändern sich im Laufe der Zeit. Hier stellen variable Grundrisse eine gute Lösung dar, bei denen mit relativ wenig Aufwand durch Einziehen oder Wegnehmen von Trennwänden auf Veränderungen innerhalb der Familie reagiert werden kann. Auch mehrere Zimmer gleicher Größe, deren Funktion nicht festgelegt ist und die damit flexibel nutzbar sind, können ein Haus zukunftsfähig machen.

Ein guter Grundriss sollte zum Beispiel die Tagesabläufe erleichtern. Er gibt vor, ob eine Familie morgens das Haus stressfrei verlässt oder nicht – etwa, indem ein zweites Bad für die Kinder eingeplant wird. Auch an genügend Stauraum und Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen sollte gedacht werden.

Nützliche Grundregeln
Ein Leben in Harmonie und ohne Stress ist nur möglich, wenn alle Funktionsbereiche auf logische Art angeordnet sind und gegenseitige Störungen vermieden werden – man denke nur an ein Jugendzimmer neben dem Arbeitsraum.

Singles hingegen brauchen keine eigene Rückzugszone, weshalb ihre Behausung offen und transparent gestaltet sein kann, sie brauchen eher Raum für Geselligkeiten.

Die chinesische Wohlfühl-Lehre Feng-Shui kennt einige nützliche Grundregeln, die auch für Nicht-Esotheriker sinnvoll klingen:

  • Ein regelmäßiger, einfacher Grundriss schafft eine bessere Balance als ein unregelmäßiger.
  • Ein quadratischer Grundriss unterstützt Geborgenheit und Sicherheit als Grundvoraussetzungen für Lebensqualität.
  • Die Behausung muss Schutz bieten. Erlebte Sicherheit schützt vor Depressionen und kann aggressives Verhalten mindern. Deshalb fühlen sich Menschen innerhalb großer Glasflächen nicht geborgen.
  • Es reicht eine großzügige Öffnung auf der schönsten Seite des Hauses völlig aus. Das ist im besten Fall der Süden, weil viel Licht die Stimmung hebt und der Bezug zum Draußen ein Gefühl der Freiheit vermittelt.
  • Dieses Freiheitsgefühl empfindet man auch in großen, hohen Räumen, während niedrige Decken bedrückend wirken.

Eine sorgfältige Raumplanung mit variablen Grundrissen lässt der Familie Platz für Entwicklung. Foto: Ikea Quelle: TT 11.09.2007 Print